Das rote Geheul

In mir ist es
laut,
ich kann die Ruhe nicht hören.
Die grünen Blätter rascheln im
Wind –
er flüstert mir süsse Worte zu.
Die frühe Sonne kitzelt meine
nackte
Haut.
Und in mir tobt ein
Sturm,
der alles verwüstet.

Ich stehe nackt in der Sonne
und lasse meine
schlafenden
Glieder erwärmen.
Die Kälte tritt aus meiner
Seele
aus
und verschwindet
für immer.

Es regnet und wir verlieren uns in Gedanken,
in Blicken;
wir flüstern.
Unsere leisen Worte schweben durch die laute
Nacht.
Der Himmel glüht und wir
lauschen,
tun nichts anderes, als uns zu
belauschen.
Unsere Blicke folgen einander,
folgen der farbigen Pracht,
die über uns in unzählige
Funken
in die Nacht verschwindet.
Die Wahrnehmung jedoch ist ganz bei uns;
kalte Regentropfen
tanzen
auf unseren Armen und Beinen.

Jetzt stehe ich nackt in der Sonne und denke an die
Worte,
die in mir nachhallen –
ein heiliges Gut,
ein gut gehütetes Geheimnis jener
kalten
Nacht.
Du liebst das Leben,
du liebst die Welt,
du liebst die Liebe,
für alles und jeden.
Wie tief mag deine Liebe jetzt sein?

Die wilden Tiere meiner
Tagträume
heulen aus den schwarzen Gebüschen –
meine Seele schreit nach Ruhe
und will doch den Rausch des
Lebens
nicht verpassen,
niemals schlafend.

Die Schatten sind das Schönste auf dieser Seite der Erde.

Und wenn es dunkel wird, denke ich an dich und wie der
Himmel
leuchtete,
für einen Moment, der
ewig
dauerte.

Ich möchte dir alles schenken,
alles was ich habe.
Ich möchte dir mein
Innerstes
offenbaren,
es aus meiner Erde graben
und in deine
wartenden
Hände legen.

Die Sichel der Mondin thront in den Baumwipfeln
vor meinem kleinen
Fenster –
sie singen im Wind und wiegen mich in den
endlichen
Schlaf.
In der Dunkelheit sehne ich mich nach dem Leben:
Die roten Kerne der Mutterfrucht begegnen mir in meinem nächsten
Traum.
Die Kälte tritt aus meiner
Seele
aus
und verschwindet
für immer.

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