Blue

Gedanken, die wie
Saugnäpfe
in die Tiefe meiner
Lust
dringen und sich
festsaugen,
kein Entkommen
zulassen.

Das Fenster leicht geöffnet,
der dunkle Vorhang bauscht sich
im kühlen
Lufthauch,
der deinen Körper,
fremd und im Halbdunkel
lauernd,
erschaudern lässt.

Alles irdische um uns herum versinkt in
blau,
je tiefer wir eintauchen,
verschwinden bald
die Körper
im vollkommenen schwarzen
Blau.

Du saugst unaufhörlich,
Saugnäpfe vor meinem geistigen
Auge,
die mich verschwinden,
eins mit der
Tiefe,
werden lassen.
Du saugst an meinen
Gedanken,
an meinen
Nippeln,
an meinem dir entgegengestreckten
Hals.

Lass mich verschwinden,
flehe ich;
ich schreie dich an,
der nur noch aus
Saugnäpfen
zu bestehen vermag.

Ich selbst stamme aus der
Tiefe,
blau und lichtlos,
verschmelze ich mit deinen
Fangarmen:
Unzählige
weiche,
feuchte,
bestimmende Stösse,
alles überschwemmend.

Du saugst an meinen
Gedanken,
du saugst meinen
Geist
aus.
Du löschst mich aus,
bis nur noch die
blaue Tiefe
übrig bleibt.

Der Wind lässt meine
Nippel
erhärten.
Lass mich verschwinden,
flehe ich,
bevor wir wieder auftauchen
müssen.
Im Halbdunkel des
Zimmers. 

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